Da es immer mal wieder vorkommt, dass einem in feuchten Nächten der Fangspiegel zutaut, hatte ich schon des längeren vor, mir eine Fangspiegelheizung aus Konstantandraht zu bauen. Und weil ich ja sowieso meinen selbstgeschliffenen Fangspiegel einbauen musste, nachdem dieser von Befort zurückgekommen ist, lag es nahe, beide Dinge in einem Aufwasch zu erledigen.
Vor dem Bau stand die Planung. Zuerst hatte ich mir über die Leistung Gedanken gemacht und fand heraus, dass die meisten 0.5-1 Watt benutzen. Da ich lieber auf Nummer sicher gehen wollte, hab ich mich für 1 Watt entschieden. Da ich zwei Mignon Batterien verwenden wollte, war mir auch die Spannung bekannt: 3.0 Volt. Mit ein klein wenig Mathe und der Formel R=U²/P errechnete ich einen Widerstand von 8.4 Ohm. Nun war noch der richtige Konstantandraht auszuwählen. Hier wird ja immer der Widerstand pro Meter angegeben. Da ich ungefähr 70cm Draht verbauen konnte, kam ich mit der Formel R_Meter = R/L (wobei L die Länge in Metern ist) auf einen Wert von 12 Ohm/Meter. Da es diesen Wert nicht zu kaufen gibt, hab ich mich für den nächst kleineren entschieden und eine Rolle mit 10 Ohm/Meter gekauft.
Der erste Schritt beim Bau bestand darin, den Draht auf die richtige Länge zuzuschneiden. Nachdem dies geschehen war, klebte ich eine Spirale auf die Rückseite meines Fangspiegels. Das sah dann so aus:

Zum Kleben hab ich ganz normales Isolierband genommen. Damit liegt der Draht eigentlich überall auf der Spiegelrückseite an und die Wärme kann so hoffentlich ins Glas übertragen werden. Getestet hab ich es noch nicht, insofern kann ich auch noch nicht sagen, ob es wirklich funktioniert. Aber ich geh mal davon aus. :)) Als nächstes wurde der Fangspiegel ganz normal mit Silikon auf seine Halterung geklebt. Die Halterung ist noch vom ehemals zu kleinen FS, so dass sie ein wenig unterdimensioniert erscheint. Aber das passt schon so. ;)

Damit der Spiegel nicht nach hinten abstrahlt und so zu schnell auskühlt, hab ich ihn auf der Rückseite mit Moosgummi verkleidet. So wird es hoffentlich länger dauern bis er beschlägt. Mal gucken, ob das so klappt, wie ich mir das denk. Den Draht hab ich dann an eine 9V- Klemme gelötet und das Batteriefach mit Hilfe von Klettband an der Unterseite der FS- Halterung befestigt. Wenn die Heizung benötigt wird, kann man sie ganz einfach einschalten, indem man die Klemme an die Batteriehalterungsstöpsel (cooles Wort ;)) ) anschließt. Man hätte zwar auch einen Schalter einbauen können (Platz genug wäre ja), aber das war mir dann zuviel Arbeit. Es soll ja auch einfach bleiben. Zum Abschluss noch ein Bild wie die Halterung mit Heizung im Endzustand aussieht:
