Nachdem ich meinen 14" Planetendobson endlich fertig hatte, fehlte noch ein wichtiges Utensil, um die Leistung des Teleskops voll ausnutzen zu können: eine Nachführplattform. Nur so wird es möglich sein, ganz entspannt den Mond und die Planeten mit höchster Vergrößerung beobachten zu können. Es macht nämlich überhaupt keinen Spaß, die ganze Zeit von Hand nachführen zu müssen und sich so nur teilweise auf die Beobachtung konzentrieren zu können. Was ich nie wirklich verstehen werde, ist, dass sich sehr viele Dobsonbesitzer weitwinklige Okulare für hohe Vergrößerungen kaufen, anstatt sich eine EQ-Plattform zu bauen, die alle Probleme lösen würde. Denn ob der Planet nun in 20 oder 30sek durchs Gesichtsfeld fliegt, macht meiner Meinung nach nun wirklich keinen Unterschied. :((
Zudem sind Planetenaufnahmen ohne eine Nachführung bei hohen Brennweiten nur sehr schwer zu bewerkstelligen, so dass sich auch hier eine solche Plattform mehr als auszahlt. Auch das Zeichnen von Objekten wird wesentlich erleichtert. Bei Beobachtungsabenden oder öffentlichen Führungen ist man mit einer EQ- Plattform ebenfalls deutlich im Vorteil, da ein einmal eingestelltes Objekt im Gesichtsfeld verbleibt.
Da auf anderen Homepages genug Informationen zum Bau einer Plattform vohanden sind, möchte ich hier lediglich ein paar kleine Bilder einstellen, um einen Eindruck zu vermitteln, wie so etwas aussehen könnte. Die Anleitung schlechthin findet man hier: Homepage von Reiner Vogel
Da ein Schwerpunkt meiner zukünftigen Beobachtungen auf der Mond- und Planetenfotografie liegen wird, war es mir wichtig, eine lange Nachführdauer zu haben. Gerade bei Beobachtungen am Taghimmel wird sich das sehr auszahlen. Daher habe ich die senkrechten Segmente länger gemacht und so eine größere Bauhöhe in Kauf genommen. Um trotzdem ein ausreichendes Maß an Steifigkeit zu erlangen, habe ich auch nicht auf ein geringes Gewicht geachtet. Ein mancher mag sich nun wundern, warum die Plattform ein wenig schräg steht. Das ist dem Umstand zu verdanken, dass all meine Beobachtungsplätze nach Norden abfallend sind und ich die Füße unter den Nordlagern entsprechend verlängert habe. Das zieht eine Schrägstellung von 3° nach sich, was sich auf ebener Fläche allerdings nicht als groß nachteilig auswirken wird.

